Kraft

  • Allgemeines und vielseitiges Krafttraining unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Schnellkraftfähigkeiten (mit dem besonderen Schwerpunkt Explosivität) sowie die Entwicklung eines guten Muskelkorsetts, um die Belastungsverträglichkeit für das spezielle Training zu erhöhen und die speziellen Anforderungen der Körperhaltung und Körperspannung erfüllen zu können
  • Entwicklung der Sprungkraft für den Absprung (mit Vorwärts- und Rückwärtsdrehungen)
  • Entwicklung der Bauch- und Rückenkraft sowie die Kräftigung der Beugemuskulatur für Sprungansätze, Strecken und Eintauchen
  • Entwicklung der Handgelenksmuskulatur, des Trizepses und der Hals- und Schultermuskulatur für das Eintauchen und den Handstand

Beweglichkeit

Eine hohe Elastizität der kollagenen Strukturen führt zu einer besseren Trainierbarkeit der Muskulatur, Dehnung mit hoher muskulärer Aktivität – Längenarbeit.

Dazu notwendig ist eine gute aktive und passive Beweglichkeit.    

(*aus dem Five-Konzept zum Zusammenhang von Beweglichkeit und Schnellkraft)             

 

  • Entwicklung der passiven und besonders der aktiven Beweglichkeit der Schultergelenke für das Eintauchen und den Handstand
  • der Hüftgelenke für enge Hocken und Hechten
  • der Wirbelsäule
  • der Fuß- und Kniegelenke für die Haltung (optischer Eindruck)
  • Sprunggelenkbeweglichkeit als wichtige Voraussetzung zum Erreichen einer maximalen Sprungkraft

Schnelligkeit

  • Entwicklung der Laufschnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit und des Beschleunigungsvermögens besonders bei Körperdrehungen als Voraussetzung für die Ausführung hoher Schwierigkeitsgrade bis 4-fache Drehungen um die Längs- und Breitenachse im Hochleistungstraining (HLT).
  • Schnelles Reagieren und Umdenken=Situationsreaktion (mentale Verarbeitungs-geschwindigkeit)

Ausdauer

  • Entwicklung der aeroben Ausdauer zur Erhöhung der Belastungsverträglichkeit sowie zur schnelleren Regeneration nach speziellen Belastungen

Koordinative Fähigkeiten

Nach der Schaffung einer allgemeinen koordinativen Grundlage mit allgemeinen, mindestens in der Grobform beherrschten Trainingsmitteln, sind durch sportartspezifische, mindestens in der Feinform beherrschte Bewegungsfertigkeiten, die sportartspezifischen Aspekte folgender koordinativer Fähigkeiten weiter auszuprägen:

Orientierungsfähigkeit

Die Orientierungsfähigkeit ist im Wasserspringen, besonders bei komplexen Sprüngen mit Mehrfachdrehungen, entscheidend.
Sowohl die optische Orientierung als auch ein gutes Raum-Lagegefühl sind hier von entscheidender Bedeutung.
Bei der optischen Orientierung suchen sich Sportler*innen vor allem Orientierungspunkte am Wasser und am Brett –
letzteres ist der einzige konstante Fixpunkt in jeder Sprungumgebung und damit besonders
relevant. Im Training werden zusätzliche Orientierungshilfen wie Markierungen im Wasser
oder an den Wänden eingesetzt, um die Fähigkeit gezielt zu schulen. Dabei lernen
Sportler*innen, sich sowohl an festen Punkten als auch im Raum zu orientieren. Besonders
herausfordernd sind Freiluftwettkämpfe, bei denen zusätzliche witterungsbedingte Reize
auf die Sportler*innen einwirken. Die Fähigkeit, sich räumlich und zeitlich sicher zu
orientieren, ist ein zentraler Schlüssel für technische Präzision und spätere
Spitzenleistungen.

Downloads zu diesem Thema